KHV (Koi-Herpes-Virus)

KHV Koi Herpes Virus

Das Koi-Herpesvirus ist ein höchst infektiöses Virus, das eine seuchenhaft, akut bis subakut verlaufende virale Infektionskrankheit der Karpfen und Koi-Karpfen. Die Inkubationszeit liegt in Abhängigkeit verschiedener Faktoren wie Stress und der jeweiligen Kondition der Fische, zwischen einer Woche und mehreren Monaten. Kommt es zum Ausbruch der Krankheit, liegt die Mortalitätsrate in der Regel zwischen 80 % und 100 % in einem Zeitraum von 24 Stunden bis 14 Tagen.

Wie die meisten Viren, wird auch das Koi-Herpesvirus durch direkten Kontakt übertragen. Dies können die Fische selbst sein über Hautkontakt und Kiemenausscheidungen, Wasser (z. B. Transportwasser) oder sonstige Flüssigkeiten die Kontakt zu infizierten Fischen hatten. Das Hantieren im Wasser mit den Händen, oder Arbeiten mit Gegenständen wie Keschern, Netzen oder Kontakt mit dem Schuhwerk reichen bereits aus, um das Virus zu übertragen. Wasservögel können ebenfalls das Virus ins Wasser einbringen, obwohl das Virus nicht länger als zwei Stunden außerhalb seines Lebensraumes überlebt. Vor allem Kormorane werden für die Verbreitung verantwortlich gemacht. Ohne einen empfänglichen Fisch als Wirt überlebt das Virus maximal 14 Tage im Wasser. In den meisten Fällen wird das Virus durch Neuzugänge von Fischen in den Bestand verschleppt.

Unsere Fische werden stichprobenartig auf KHV in einem medizinischen Labor getestet. Wir können trotz allen Sicherheitsmaßnahmen  (Quarantäne) keine 100 prozentige Garantie auf KHV- freie Fische geben.